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Apotheker muss wegen Rezeptbetruges in Haft

Die Figur einer „Justitia”. Foto: Patrick Seeger/Archiv Die Figur einer „Justitia”. Foto: Patrick Seeger/Archiv
Frankfurt/Main. 

Wegen eines groß angelegten Rezeptbetruges ist ein 60 Jahre alter Apotheker vom Landgericht Frankfurt zu drei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden. Eine ehemalige Sprechstundenhilfe (53), die dem Apotheker Blanko-Rezeptblöcke und Arztstempel besorgt hatte, erhielt am Freitag eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Zudem muss sie 300 gemeinnützige Arbeitsstunden leisten. Beide wurden wegen gewerbsmäßigen Betruges verurteilt.

Der Apotheker hatte in 41 Fällen Abrechnungen für teure Medikamente zur Nachsorge von Lebertransplantationen bei Krankenkassen eingereicht, die er in Wirklichkeit gar nicht an Patienten ausgegeben hatte. Dafür benutzte er die von der Mitangeklagten erhaltenen Blanko-Rezepte und Patientendaten, die sie ihm beschafft hatte. Der Schaden belief sich auf rund 850 000 Euro. Vor Gericht legten beide Angeklagten Geständnisse ab. Eine Bewährungsstrafe kam laut Urteil aber nur für die Mitangeklagte in Betracht. Beim Apotheker sei der entstandene Schaden einfach zu hoch.

(dpa)
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