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Kultusminister will Türkischunterricht an Schulen fördern

Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Foto: Boris Roessler/Archiv Kultusminister Alexander Lorz (CDU).
Wiesbaden. 

In der Debatte um türkischen Konsulatsunterricht hat sich der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) für mehr Angebote für Migrantenkinder an staatlichen Schulen ausgesprochen. Die Sprachförderung spiele eine wichtige Rolle bei der Integration, erklärte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag in Wiesbaden. Der türkische Konsulatsunterricht entspreche zwar in einigen Fällen nicht modernen Bildungsstandards, er dürfe allerdings nicht unter Generalverdacht gestellt werden.

Beim Konsulatsunterricht bekommen Kinder, deren Eltern aus der Türkei stammen, in Deutschland Türkisch und Heimatkunde beigebracht. Die Lehrer werden vom türkischen Staat ausgewählt und bezahlt. Die derzeitige Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Susanne Eisenmann (CDU), will den Konsulatsunterricht bei der Sitzung der Landesminister thematisieren, die am Donnerstag in Berlin begonnen hat.

Konsulatsunterricht gibt es nicht nur für türkischstämmige Kinder. Erteilt wird er für Grundschüler und Schüler bis zur Mittelstufe. Bereits vor vier Jahrzehnten wurde er in mehreren Bundesländern eingerichtet. Damals war das Motiv, dass Kinder von Gastarbeitern vorbereitet werden sollten, in die Heimat der Eltern zurückzukehren.

(dpa)
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