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Problemfall: Bandscheiben

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Dr. med. Petra Bracht Foto: JOACHIM STORCH (Pressefotografie Storch, Bad Hg.)

Viele werden es kennen: Weil die Rückenschmerzen auch nach längerer Zeit und trotz Einnahme von Schmerzmitteln nicht besser werden, wird ein bildgebendes Verfahren empfohlen. Und dann gibt es Gewissheit: Eine oder mehrere Bandscheiben sind gerissen oder vorgewölbt. Scheinbar ist damit die Ursache gefunden. Dies ist allerdings in den allermeisten Fällen ein Irrtum.

Ein Indiz dafür ist beispielsweise, dass es gar nicht genau dort schmerzt, wo sich die geschädigte Bandscheibe befindet. Nur wird das leider oft von Medizinern nicht wahrgenommen, weil diese nicht genau genug untersuchen. Und wenn das bemerkt wird, dann wird in der Regel davon ausgegangen, dass es sich um eine sogenannte Ausstrahlung handelt.

Vor allem aber zeigt langjährige Erfahrung in der Behandlung, dass es sich bei ihren Rückenschmerzen oft um sogenannte Alarmschmerzen handelt, die durch zu hohe Spannungen in den muskulär-faszialen Strukturen rund um die Wirbelsäule ausgelöst werden. In diesem Fall hat der Rückenschmerz eine Funktion: Er schützt die Wirbelsäule vor Schädigung.

Wie können Sie nun herausfinden, ob ihre Rückenschmerzen in die Kategorie funktionelle Schmerzen einzuordnen sind oder tatsächlich von Ihrem Bandscheibenvorfall ausgelöst werden? Das geht relativ einfach mit dem Badewannentest. Lassen Sie sehr warmes Wasser ein. Es sollte heiß, aber nicht zu heiß sein. Bleiben sie etwa 20 Minuten lang in der Wanne und spüren Sie anschließend gezielt ihrem Rückenschmerz nach. Das ganze Prozedere funktioniert auch unter der Dusche.

Wenn sich der Schmerz durch die Wärme verringert hat, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich bei Ihren Rückenschmerzen um Alarmschmerzen handelt, ausgelöst durch muskulär-fasziale Spannungen, die man mit der Osteopressur gut in den Griff bekommen kann. Würden die Schmerzen nämlich durch die geschädigte Bandscheibe oder eine Spinalkanalstenose ausgelöst, könnten sie durch die Wärme des Bades nicht verringert werden.

Mit der Osteopressur wählen Sie einen natürlichen Behandlungsweg, der gezielt genau die schmerzverursachenden muskulär-faszialen Spannungen reduziert. Das heißt, man übt Druck an bestimmten Rezeptoren der Knochenhaut aus, wodurch die Fehlspannungen der Muskeln und das Schmerzgedächtnis im Gehirn gelöscht werden. Schon während der ersten Behandlung kommt es dadurch zu einer deutlich spürbaren Abnahme der Rückenschmerzen – auch bei einem bereits eingetretenen Bandscheibenvorfall. Vor allem wenn Sie vor einer Operation stehen ist die Osteopressur einen Versuch wert, um Ihre Schmerzen auf diese Art und Weise zu beseitigen.

Alle Folgen dieser Kolumne finden Sie im Internet: Kostenfreier Vortrag zum Thema am Dienstag, 22.11., 19:30 Uhr. in Bad Homburg, Anmeldung unter (0 61 72) 17 10 50.

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