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Bauarbeiten: Verkehr auf Schiersteiner Brücke kann endlich wieder rollen

Von Im Februar 2015 legte ein Brückenunfall an der Schiersteiner Brücke wochenlang das halbe Rhein-Main-Gebiet lahm. Nun ist die erste Hälfte fertig: Am 20. November wird die neue Brücke für den Verkehr freigegeben. Die Behinderungen sind damit aber noch lange nicht passé.
Flüchtlinge in Bitburg Foto: Fredrik von Erichsen (dpa) Die erste Hälfte der neuen Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden wird am 20. November für den Verkehr freigegeben.
Mainz. 

Die gute Nachricht: Die erste Hälfte der Schiersteiner Brücke ist fertig. Am 20. November um 5.00 Uhr wird die brandneue Konstruktion für den Verkehr freigegeben, der ab dem Zeitpunkt über die neue Brücke rollen kann. Für die Pendler im Rhein-Main-Gebiet dürfte das eine spürbare Verbesserung bringen, denn damit fällt endlich die Engstelle auf Höhe der Autobahnauffahrt Mainz-Mombach weg.

Derzeit sorgt die Passage noch täglich für lange Staus, da hier die Autobahn auf eine Spur verengt wird, um das Einfädeln der auffahrenden Fahrzeuge aus Mainz zu ermöglichen. Grund für die Engstelle ist noch immer der Brückenunfall vom Februar 2015: Bei Bauarbeiten im Untergrund war in der Nacht zum Fastnachtsfreitag ein Brückenpfeiler weggesackt, die Brücke selbst bekam erhebliche Risse – und musste für zwei Monate voll gesperrt werden. Für Lkw wurde die wichtige Rheinquerung zwischen Mainz und Wiesbaden gar erst nach 270 Tagen wieder freigegeben.

Seit 2013 wird gebaut

Seit 2013 wurde von hessischer Seite aus die erste von insgesamt zwei neuen Rheinbrücken gebaut, die bis 2023 das marode Bauwerk aus dem Jahr 1959 ersetzen soll. Die neue Brücke entstand auf Wiesbadener Gelände und wurde in zwei Teilen bei spektakulären Aktionen über den Rhein eingeschwommen. Zuletzt wurde im November 2016 ein 2000 Tonnen schweres und 120 Meter langes Teilstück per Rheinpontons an seinen Bestimmungsort gebracht, seither laufen die Arbeiten im Inneren und oben auf der Brücke.

Eigentlich hatte die komplette neue Brückenhälfte bereits im Sommer 2017 fertig sein sollen, das verzögerte sich aber mehrfach. Ungünstige Witterungsbedingungen in 2016 mit heftigem Regen und großer Hitze verzögerten das Aufbringen des Korrosionsschutzes auf den Stahl, das wiederum habe die Betonier- und Abdichtungsarbeiten verzögert – es sei einfach eins zum anderen gekommen, heißt es bei Hessen Mobil. Dann verzögerte Niedrigwasser im Rhein im Herbst 2016 das Einschwimmen des zweiten Teilstücks und schließlich habe es noch „allgemeine Verzögerung“ bei den abschließenden Arbeiten gegeben.

Neuer Ärger

Nun aber ist es so weit, doch für die Autofahrer bedeutet das erst einmal neues Chaos: Drei Tage vor der Freigabe nämlich, ab dem 17. November, 21 Uhr, bis zum 20. November, 5 Uhr, muss die Brücke für abschließende Arbeiten sowie die Umlegung des Verkehrs komplett gesperrt werden. Betroffen ist der gesamte Abschnitt der A 643 zwischen den Anschlussstellen Wiesbaden-Äppelallee und Mainz-Mombach. Für die Mainzer Seite bedeutet zudem die Freigabe neuen Ärger: Mit der neuen Brücke wird zwar nach fast drei Jahren die Abfahrt Mainz-Mombach wieder freigegeben, dafür aber die Auffahrt von Mainz-Mombach aus gesperrt – und das für voraussichtlich zwei bis zweieinhalb Jahre. Damit muss der gesamte Verkehr von der Mainzer Innenstadt über den Mainzer Autobahnring oder über die Auffahrt Gonsenheim. Der Vorort befürchtet schon jetzt ein erhebliches Stau-Chaos.

Dazu bleibt an der Brückenauffahrt eine Verschwenkung der Fahrstreifen auf die neue Brücke, Temporeduzierung inklusive. Denn nach dem Bau ist vor dem Bau: Ab Fertigstellung der neuen Brücke wird mit dem Abriss der alten Schiersteiner und dem Bau der zweiten neuen Brückenhälfte begonnen.

Und wegen des Bauunfalls muss auf Mainzer Seite auch die beschädigte Vorlandbrücke abgerissen und neu erstellt werden. Der Ausbau der A643 auf sechs Spuren auf Mainzer Seite ist indes noch nicht einmal beantragt: Man arbeite „mit Hochdruck an rechtssicheren Unterlagen“ für den Planfeststellungsbeschluss, heißt es aus dem Mainzer Verkehrsministerium – einen konkreten Termin könne man nicht nennen.

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