Beim CluGeHu geht die Post ab

Von Andrea Rosenbaum Die Sitzung des CluGeHu hatte viele Highlights. Ob Garde klassisch, Bachstelzen ägyptisch, Maxis außerirdisch, Clothilde problematisch oder Ehepaar „wahnsinnisch“ – das Publikum war begeistert. Hoch die Beine: Die Garde des Clubs Geselligkeit Humor zeigte ihr Können. 	Fotos: Jochen Reichwein Hoch die Beine: Die Garde des Clubs Geselligkeit Humor zeigte ihr Können. Fotos: Jochen Reichwein
Weißkirchen. 

„Rauf auf die Stühle und die Tische!“ Denn Holger Hinzmann lief mit seinen Musikern vom Show und Musikcorps Star Breaker (Frankfurt-Ginnheim), in die Turnhalle ein. Einen besseren Auftakt nach der Pause hätte sich der Club Geselligkeit Humor Weißkirchen (CluGeHu) nicht ausdenken können. Denn Hinzmann, selbst Weißkirchener, versteht es, sein Publikum mitzureißen. Mit riesengroßen, grünen Tubas und mindestens ebenso großen, aber metallfarbenen Trompeten sowie in schicken, schwarz-weißen Anzügen und dazu passenden Helmen begeisterten die Star Breakers mit Hits wie „Hang On Sloopy“ oder „Hey Baby“. Zugabe um Zugabe wurde gefordert und das Corps nicht wieder aus der Turnhalle gelassen.

Bereits in der ersten Hälfte des Programms hatten die Minis mit ihrem Gardetanz und als Indianer verkleidet, Protokoller Andy Mohr, Rolf Bender mit einem wehmütigen Rückblick, die Midis als viele weibliche Robin Hoods, Nachwuchsredner Steffen Reiter, die Mary-Poppins-Showgirls und einige „Alt-Herren“ des CluGeHu mit dem Tanz „Black&White“ sowie die Nachteulen mit Stimmungsmusik schon absolut überzeugt.

 

Dialog der Eheleute

 

Doch der CluGeHu hatte noch mehr zu bieten: Carina Kohlmann und Markus Weber führten ein Zwiegespräch über den täglichen Wahnsinn in ihrer Ehe, Thomas Siebenhaar mutierte zum Monsterbruzzler bei der letzten Männerbastion, dem „Grillen“, und die Clubsänger griffen in ihren in gängige Hits verpackten Texten so manchen Missstand auf.

Besonders hervorzuheben jedoch war Monika Stenz als Clothilde mit einer Rede über „ihren Herbert“, der noch nicht einmal bis drei zählen könne, wie sie sagte: „Wenn drei Persone zu uns komme, säscht de Herbert, ei guckema Clothilde, da komme zwaa, die ham noch aaner mitgebracht.“ Als sie beschrieb, wie Herbert mit seinem Freund nach einem ausgiebigen Besuch beim Apfelwein-Rühl die Kurmainzer Straße hochgekrabbelt kommt und die beiden versuchen, den Mittelstreifen auf der Fahrbahn aufzurollen, blieb kein Auge im Saal trocken.
 

Bilderstrecke Oberursel: Der CluGeHu feiert Karneval Die Garde des CluGeHu in Weißkirchen sorgt für Stimmung auf der Karnevalssitzung.

Es folgen Impressionen von der Sitzung: Jochen Reichwein

 

Auch die Maxis mit ihrem Thema „Außerirdische Fastnacht“ und der fein dazu ausgeklügelten Choreographie sowie den originellen Kostümen gehörten zu den Höhepunkten des Abends. „Völlig losgelöst“ präsentierten die Mädchen mit bunten Antennen auf den Köpfen und leuchtenden Fingerspitzen einen Showtanz der Extraklasse. Als Trainerin steht hinter diesem Ideenreichtum Vanessa Schorr. Die traditionelle Darbietung der CluGeHu-Garde in klassischen, hochgeschlossenen, blau-weißen Kleidchen, den Dreispitz auf den hübschen Köpfen und leuchtend rotem Lippenstift auf den Lippen kam ebenfalls bestens an.

 

Bachstelzen in Topform

 

Nicht anders die „Swinging Mothers“, die sich diesmal etwas Ungewöhnliches haben einfallen lassen und die Puppen tanzen ließen. Hinter einem schwarzen Tuch waren die Oberkörper der „Mütter“ nicht zu sehen, auf ihren kessen schwarz-roten Spitzenröcken prangten jedoch Frauengesichter mit blonden Zöpfen. An den Rockseiten waren die Arme der Blondinen befestigt, die von den Tänzerinnen hinter dem schwarzen Tuch versteckt bewegt wurden. Die in schwarze Strumpfhosen gehüllten Beine schwangen die Mothers zu Charleston-Musik, einem Sirtaki und Cancan. Auch wurde gesteppt, irischer Riverdance gezeigt und zu Andreas Gabaliers „I sing’ a Liad für di“ geswingt, wozu der halbe Saal tanzte und sang.

Das Beste heben sich manche gern bis zum Schluss auf. Wobei es ungerecht wäre, das CluGeHu-Männerballett „Bachstelzen“ als die beste Leistung des Abends zu bezeichnen. Aber der ägyptische Tanz der Männer war durchaus, wie es Pharaonen gebührt, königlich zu nennen.

Hier bewies eine Könnerin ihres Fachs, Trainerin Birgit Zumbroich, einmal mehr, dass das andere Geschlecht, durchaus in der Lage ist, Choreographien zu erlernen und diese dann auch noch bühnenreif auszuführen. Die Burschen glänzten mit Hebefiguren, anderen akrobatischen Einsätzen und beherrschten den „Walk Like An Egyptian“. Alles sehr zur Freude der vielen Zwerge, Krankenschwestern, und Vampire, im Publikum.

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Beim CluGeHu geht die Post ab
Die Sitzung des CluGeHu hatte viele Highlights. Ob Garde klassisch, Bachstelzen ägyptisch, Maxis außerirdisch, Clothilde problematisch oder Ehepaar „wahnsinnisch“ – das Publikum war begeistert.
http://www.taunus-zeitung.de/rhein-main/karneval_2014/Beim-CluGeHu-geht-die-Post-ab;art34115,752946
10.02.2014
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Weißkirchen