Bad Camberg und die Feldlerche

Bad Camberg. Die B-8-Umgehung für Bad Camberg ist von allen großen Umgehungsstraßen-Projekten im Landkreis am weitesten fortgeschritten.

Bad Camberg. Die B-8-Umgehung für Bad Camberg ist von allen großen Umgehungsstraßen-Projekten im Landkreis am weitesten fortgeschritten. Sicherlich auch deshalb, weil sie im Vergleich am wenigsten umstritten ist. Bad Cambergs Bürgermeister Wolfgang Erk (SPD) rechnet mit einem Baubeginn im Jahr 2012. Es werde mit Kosten in Höhe von 36 Millionen Euro geplant, die der Bund trägt. Die Umgehung soll westlich von Bad Camberg verlaufen, vor Würges beginnen und hinter Erbach wieder auf die bestehende B-8-Trasse führen.

Was derzeit noch fehlt, ist der Planfeststellungsbeschluss, in dem alle Details für den geplanten Straßenbau geregelt werden. Dass dies noch nicht umgesetzt werden kann, habe mit einer EU-Richtlinie zu tun, erklärt Erk (SPD). Die EU-Richtlinie sieht eine Pflicht vor, den Artenschutz beim Bau einer Straße zu berücksichtigen. Wie Harald Keller vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Dillenburg erklärt, gibt es inzwischen neue Anforderungen, die zum Zeitpunkt der Planbearbeitung noch nicht bekannt waren. So lägen heute wissenschaftlich abgesicherte Methoden vor, die die Betroffenheit von bedrohten Vogelarten im sogenannten Offenland bewerten können. Die B-8-Umgehung führt durch ein Gebiet, in dem Rebhühner und Feldlerchen leben. Nach Angaben des Lexikons Wikipedia gilt das Rebhuhn als «stark gefährdet», die Feldlerche als «gefährdet». Die Untersuchungen dazu seien im Sommer abgeschlossen worden, erklärt Keller, die Auswertung werde derzeit vorgenommen. Aber schon jetzt stehe fest: Rebhuhn und Feldlerche werden den Bau der Umgehung nicht verhindern – sie bekommen Ausgleichsflächen. dick

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