«Die Leichtathletik hat ein Nachwuchsproblem»

Prof. Robert Gugutzer (43) ist Leiter der Abteilung Sozialwissenschaften des Sports an der Goethe-Uni. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehört die Soziologie des Trendsports.

Prof. Robert Gugutzer (43) ist Leiter der Abteilung Sozialwissenschaften des Sports an der Goethe-Uni. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehört die Soziologie des Trendsports.

Herr Gugutzer, wird der Individualsport den Vereinssport ablösen?

ROBERT GUGUTZER:Die Nutzung nicht-traditioneller Sporträume wird weiter zunehmen. Sportplatz und -halle werden dadurch aber nicht überflüssig.

Braucht es die Großstadt für den Erfolg einer Trendsportart wie Parcours?

GUGUTZER: Fassaden, Papierkörbe und öffentliche Plätze gibt es überall. Aber in einem Dorf gibt es weniger gleichgesinnte Jugendliche, die sich zusammenfinden.

Müssen sich etablierte Vereine wie die TG Bornheim Sorgen um ihre Mitglieder machen?

GUGUTZER: Lange wurde darüber diskutiert, ob sich Vereins- und Trendsport gegenseitig ausschließen. Dieser kulturelle Unterschied hat sich aber beruhigt. Beide Gruppen gehen nun aufeinander zu.

Wie langlebig sind Trendsportarten, und worin liegt der Reiz, sich außerhalb von Vereinen fit zu halten?

GUGUTZER: Sie sind selbstgewählt und nicht an feste Zeiten gebunden. Auch gibt es keine Erwachsenen, die sagen, was richtig und falsch ist. Die Langlebigkeit hängt von der Komplexität der Sportart ab.

Welche Sportarten sterben aus?

GUGUTZER: Die Leichtathletik hat schon Nachwuchsprobleme. Wenn Fußball-Vereine über Nachwuchsmangel klagen, ist das aber ein Luxusproblem. mov

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