Warum bio nicht gesünder und Kaffee nicht schädlich ist

Mit dem Ernährungswissenschaftler und Internisten Prof. Dr. Dr. Jürgen Stein sprach FNP-Redakteurin Sylvia A. Menzdorf über den Wert des Essens, der Bio-Kost und Ernährungsirrtümer.

Mit dem Ernährungswissenschaftler und Internisten Prof. Dr. Dr. Jürgen Stein sprach FNP-Redakteurin Sylvia A. Menzdorf über den Wert des Essens, der Bio-Kost und Ernährungsirrtümer.

Lebt gesünder, wer bio isst?

STEIN: Das ist ein schöner und teurer Aberglaube. Ob ich ein konventionell erzeugtes Schweineschnitzel esse oder eines vom Bio-Schwein, ist für mein kardiovaskuläres Risiko herzlich gleichgültig. Das eine wie das andere ist dafür nämlich ungünstig. Entscheidend ist, es überhaupt nicht zu essen.

Empfehlen Sie uns ernsthaft die fleischlose Kost?

STEIN: Die Faustregel lautet: Nicht mehr als 500 Gramm rotes Fleisch pro Woche. Wenn man das einhält, ist und isst man auf der sicheren Seite.

Hört sich ziemlich freudlos an.

STEIN: Was ist freudlos an mediterraner Kost? Es gibt viel Gemüse und Obst, viel Fisch, gegrillt und gedünstet. Das ist schmackhaft und das Beste, was wir für unser Herz-Kreislauf-System tun können.

Was tischen Sie uns sonst noch auf?

STEIN: Hülsenfrüchte sind total aus der Mode gekommen. Unsere Großmütter wussten noch, dass sie gesund sind. Chemopräventive Eigenschaften nennen wir Ernährungswissenschaftler, was sie so wertvoll macht, ebenso wie Brokkoli, Tomaten, Paprika, um nur eine kleine Auswahl aufzuzählen.

Ich wage es kaum zu fragen: Was ist mit Süßigkeiten?

STEIN: Eine Erfindung der Menschheit. Süßes macht dick.

Aber glücklich.

STEIN: Fürs Glücksgefühl empfehle ich stark kakaohaltige Schokolade. Damit tun Sie Ihrem Körper sogar was Gutes.

Ah ja, und vielleicht noch einen Espresso dazu?

STEIN: Gute Idee.

Und der Blutdruck schießt in die Höhe.

STEIN: Irrtum. Das Gegenteil ist der Fall, das zeigen neue Studien.

Zur Startseite Mehr aus Themen von A bis Z

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse