Was die Jugend (um)treibt

Von Die jungen Frankfurter sind so facettenreich wie die Stadt, in der sie aufwachsen. Wir haben uns mit dreien von ihnen getroffen um uns ihre Lieblingsplätze zeigen lassen.
Der Frankfurter Flughafen ist das Tor zur Welt. An diesem Ort hält sich die Niederräder Weltenbummlerin Wenxing Zhang am liebsten auf. Foto: Rüffer Der Frankfurter Flughafen ist das Tor zur Welt. An diesem Ort hält sich die Niederräder Weltenbummlerin Wenxing Zhang am liebsten auf. Foto: Rüffer

Die jungen Frankfurter sind so facettenreich wie die Stadt, in der sie aufwachsen. Wir haben uns mit dreien von ihnen getroffen um uns ihre Lieblingsplätze zeigen lassen.

Frankfurt. 60.000 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 25 Jahren wohnen in Frankfurt. Dazu zählen Schüler, Azubis und Studenten. Von ihnen besucht nur jeder Zehnte regelmäßig ein Jugendzentrum. Die Mehrheit der jungen Erwachsenen teilt sich die Freizeit offensichtlich anders ein. Doch was treibt die junge Generation um? Die Niederräderin Wenxin Zhang (20) ist gerne am Flughafen, «weil ich in der Nähe wohne, hier eine sehr internationale Atmosphäre herrscht und ich auch gerne reise», sagt die Deutsch-Chinesin, die im Alter von elf Jahren nach Frankfurt kam und sich hier schnell eingelebt hat.

«Ich denke schon, dass man sich hier leicht integrieren kann, auch weil in der Stadt viele Kulturen vertreten sind», sagt Wen und betont, dass es eine Vielzahl an Förderprogrammen für Jugendliche gebe, auf die man bei Bedarf zurückgreifen könne. Doch ohne Fleiß kein Preis. Nach diesem Motto ist der Tagesablauf der äußerst engagierten Gymnasiastin strukturiert. «Bei mir ist das ein bisschen anders als bei anderen. Ich stehe um sieben Uhr morgens auf und habe bis um 17 Uhr zu tun», sagt Wen, deren großes Ziel es ist, im kommenden Jahr an der US-amerikanischen Elite-Universität Harvard zu studieren.

Ihre Chancen auf einen Platz an der Elite-Uni stehen nicht schlecht, denn Wens Lebenslauf kann sich schon jetzt sehen lassen. So gewann die Gymnasiastin in diesem Jahr einen vom American-German Business Club Frankfurt ausgelobten und mit 1 000 Euro dotierten Gründerpreis für innovative Unternehmenskonzepte, ist seit Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und beteiligte sich an mehreren Schüleraustausch-Projekten.

«Momentan habe ich nicht so viel Freizeit, denn ich beschäftige mich schon mit Uni-Bewerbungen, muss Empfehlungen von Lehrern einholen und Aufsätze schreiben», sagt die ambitionierte Schülerin, die derzeit öfters in der Uni-Bibliothek als auf einer Party anzutreffen ist. Sicher würde Wen gerne mehr Freizeit haben. Doch momentan sei es einfach recht stressig.

Umso schöner ist es für Wen, wenn sie sich trotz aller Verpflichtungen mit ihren Freunden zu einem multikulturellen Kochabend verabreden kann: «Wir treffen uns regelmäßig zum Abendessen und bekochen uns gegenseitig mit Drei-Gänge-Menüs aus unserem jeweiligen Herkunftsland.»

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