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Eintracht Frankfurt: Ab in die Sonne: Trainingslager in Spanien beginnt heute

Von Heute beginnt das Trainingslager der Frankfurter Eintracht in Spanien. Vor allem am Offensivspiel soll gefeilt werden.
Wieder am Ball: Omar Mascarell. Bilder > Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Wieder am Ball: Omar Mascarell.
Frankfurt. 

Nach fünf Jahren am persischen Golf (viermal in Abu Dhabi, einmal in Katar) zieht es die Frankfurter Eintracht zur Rückrunden-Vorbereitung diesmal nach Spanien. Der Grund ist einfach, lässt die kurze Winterpause in der Fußball-Bundesliga, die in Wirklichkeit ja eigentlich nur ein Feiertags-„Päuschen“ ist, keine großen Sprünge, in diesem Fall keine langen Flüge, zu.

Schon am 13. Januar geht es für die Eintracht mit dem Heimspiel gegen den SC Freiburg weiter. Um dem grauen Alltag dennoch ein paar Tage zu entfliehen, haben sich die Frankfurter entschlossen, an die spanische Mittelmeerküste zu fliegen. Am heutigen Dienstagvormittag startet die Chartermaschine Richtung Murcia. Unterkunft finden die Frankfurter im „Hotel Golf Campoamor“, das neben allen Annehmlichkeiten einer Vier-Sterne-Herberge vor allem auch die sportlichen Voraussetzungen erfüllt, um auf guten Fußballplätzen hart arbeiten zu können.

Zudem trifft sich die Eintracht am Samstag mit dem Zweitligisten Erzgebirge Aue zu einem Freundschaftsspiel. Auch das Wetter wird mitspielen, für Murcia und Umgebung sind in den nächsten vier Tagen zwischen 22 und 24 Grad bei herrlichem Sonnenschein vorhergesagt. „Da können wir in die Vollen gehen“, sagt Trainer Niko Kovac, der mit vier Trainingseinheiten noch vor dem Jahreswechsel die ersten Grundlagen bereits gelegt hat.

Nicht alle Spieler dürfen aber die Vorzüge der spanischen Wärme genießen. Mit Yanni Regäsel, Renat Dadashov und vor allem Slobodan Medojevic müssen drei Profis zu Hause bleiben. Grund: Das Aufgebot ist mit 35 Lizenzspielern, von denen alleine Alexander Meier und Nelson Mandela wegen langwieriger Verletzungen ausfallen, noch immer viel zu groß, um effektiv arbeiten zu können. Regäsel freilich ist schon lange „aussortiert“ und hat seit Wochen nicht mehr mittrainiert. Jugendspieler Dadashov gehört offiziell noch dem Kader der U 19 an.

Bleibt Medojevic, der offenbar als einziger aus dem aktuellen engeren Aufgebot zu Hause bleiben muss. Das muss man nicht verstehen, weil es die Trainingsgruppe nicht wirklich entlastet, wenn einer zu Hause bleibt. Der Serbe gilt zudem als untadeliger Sportsmann. Schon vor einem Jahr hatte es Medojevic erwischt, damals durfte er nicht mit nach Abu Dhabi. Der Unterschied zu diesem Jahr: 2017 hatte er nach längerer Verletzungspause noch nicht die nötige Fitness, um alle Einheiten durchstehen zu können. Jetzt ist das anders, denn Medojevic ist nach den Trainingseindrücken keineswegs eine Belastung für den Kader. Gegenseitiger Respekt sieht da schon anders aus.

Trainer Kovac aber plagen ein paar andere Sorgen. David Abraham kann auch drei Wochen, nachdem er sich in Hamburg eine Wadenverletzung zugezogen hat, noch nicht wieder schmerzfrei seinem Beruf nachgehen. Der Trainer hofft nun, dass sein Kapitän im Laufe der Woche in Spanien wieder „voll einsteigen“ kann. Sicher aber ist das nicht.

Und auch um Ante Rebic gibt es einige Fragezeichen. Bei der ersten Übungseinheit nach dem einwöchigen Kurzurlaub hatte der kroatische Nationalspieler am letzten Freitag schon nach ein paar Minuten passen müssen. Das Sprunggelenk hatte dem Stürmer Schmerzen bereitet. „Nichts Weltbewegendes“ hatte der Trainer zunächst gesagt. Doch Rebic hat danach drei weitere Einheiten auf dem Platz verpasst, nur im Kraftraum individuell gearbeitet. Ganz so harmlos könnte die Verletzung dann doch nicht sein. Eine genaue Diagnose wurde bislang nicht bekannt.

Die inhaltlichen Felder für das kurze Trainingslager, das schon am Sonntag wieder zu Ende gehen wird, sind klar abgesteckt. Vor allem am Offensivspiel soll gefeilt werden. Es sollen Lösungen probiert werden, um in den neun anstehenden Heimspielen zu einer größeren spielerischen Dominanz zu finden.

Auch im vergangenen Winter war dies als eines der ersten Ziele ausgegeben worden. „Doch das hatte nicht geklappt“, sagt der Trainer im Rückblick. Jetzt soll noch härter gearbeitet werden, „um es besser hinzukriegen“.

Helfen können und sollen die beiden Rückkehrer Omar Mascarell und Marco Fabián, die die komplette Vorrunde nach schweren Operationen gefehlt hatten. „Wenn sie Normalform erreichen, ist das für die Mannschaft schon ein Leistungssprung“, glaubt Kovac. Wichtig für den Trainer: Der Konkurrenzkampf wird durch Mascarell und Fabián, die beide ja potenzielle Stammkräfte sind, noch einmal erhöht. Im Mittelfeld herrscht nun ein dichtes Gedränge. Spieler wie Aymen Barkok oder Marc Stendera werden es noch schwerer haben, Einsatzzeiten zu bekommen.

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