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Eintracht Frankfurt: Kapitän David Abraham schwört das Team vor dem Pokalspiel auf Schalke ein

Von Der bevorstehende Trainer-Wechsel ist natürlich auch in der Eintracht-Kabine ein Thema. Aber die Konzentration gilt dem Pokal-Halbfinale.
Mit dem Taktikzettel in der Hand: Eintracht-Kapitän David Abraham. Foto: Huebner/Bywaletz (Jan Huebner) Mit dem Taktikzettel in der Hand: Eintracht-Kapitän David Abraham.
Frankfurt. 

Gesprächstermin mit einem Führungsspieler – aber das Thema des Wochenendes und des Beginns der neuen Woche soll ausgeblendet bleiben. David Abraham ist nicht nur Kapitän der Frankfurter Eintracht, sondern jetzt auch noch einer der Chefdiplomaten des Fußball-Bundesligisten. „David möchte nicht über den Trainer sprechen, sondern nur über das Pokalspiel gegen Schalke am Mittwoch“, ließ der Argentinier Eintracht-Pressesprecher Carsten Knoop ausrichten.

Einen kleinen Einblick in sein Inneres gewährte der 32-Jährige aber dann doch. Natürlich habe die Mannschaft über den bevorstehenden Wechsel von Trainer Niko Kovac nach München gesprochen. „Aber das ist eine Entscheidung außerhalb unseres Machtbereichs“, sagt Abraham: „Wir konzentrieren uns auf das, was wir beeinflussen können.“

xuhx, Berlin, Olympiastadion, 27.05.17, DFB-Pokal - Finale: Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund

Bild: Fankurve, Fans, Fanblock Frankfurt mit Choreo
Eintracht Frankfurt Eintracht: Die Hoffnung auf den Einzug ins Finale

Nicht zum ersten Mal steht die Frankfurter Eintracht in zwei Jahren hintereinander im Halbfinale des DFB-Pokals.

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Entscheidend ist auf dem Platz, sagte man früher dazu. „Ich finde eine Kabine vor, die sehr ruhig ist, und professionell mit der Situation umgeht“, beschreibt David Abraham seine Empfindungen. Mit einem Wort: „Unaufgeregt.“

Aufregend soll es erst am Mittwochabend werden, wenn das Halbfinale im DFB-Pokal bei Schalke 04 ansteht. „Bei uns herrscht 100 Prozent Konzentration auf das große Ziel. Wir werden alles aus uns herausholen. Über 90 und notfalls auch über 120 Minuten“, verspricht der Kapitän: „Und wir hoffen, das wir danach Grund zum Feiern haben.“

David Abraham will mit der Eintracht "Geschichte schreiben"

Für David Abraham wäre das Pokal-Finale in der Hauptstadt die Wiederholung des elektrisierenden Erlebnisses im Vorjahr: „Zweimal in Folge im Finale – ich weiß nicht, ob es das schon einmal gab.“ Berlin zu sehen und zu erleben sei ein „tolles Gefühl“. Und natürlich setzt er auch auf die Fans, die das Team wieder „pushen“ würden.

Bilderstrecke Eintracht-Jahresrückblick: Das Jahr der Adlerträger
<b>Januar:</b> Alexander Meier schießt mit dem 1:0 bei Schalke 04 das erste Tor des Eintracht-Jahres. Dass sein 92. Bundesliga-Treffer vorerst der letzte des nun lange verletzten Fußballgottes sein würde, ist da noch nicht absehbar.<b>Februar:</b> Eine ganz besondere Rückkehr - Erstmals nach seiner Krebserkrankung steht Marco Russ wieder auf dem Rasen – und wird nach dem Pokal-Viertefinale gegen Bielefeld mit Töchterchen Vida auf dem Arm gefeiert.<b>März:</b> Das tut weh! Makoto Hasebe knallt bei einer Rettungstat während des ohnehin eigentlich schon verlorenen Besuchs beim großen FC Bayern gegen den Pfosten. Für den Rest der Runde fällt er aus, vergrößert die Sorgen im Abwärtstrend des Frühjahres – und schleppt seine Knieprobleme mit in die neue Saison.

David Abraham genießt die Atmosphäre mit dem Team. Seit Ende Februar, seit der „Punktlandung“ (Trainer Niko Kovac) vor dem Heimspiel gegen Leipzig, steht der Kapitän wieder auf der Kommandobrücke. Davor hatte ihn ein Hämatom, erlitten beim Sieg in Hamburg Mitte Dezember, außer Gefecht gesetzt. Ein gesunder Abraham ist mit seiner Schnelligkeit, seiner Kopfball- und Zweikampfstärke in der Frankfurter Dreierkette eigentlich unverzichtbar. Und auch als „Integrationsbeauftragter“ für die Spanisch sprechenden Spieler bei der Eintracht. So hat David Abraham mitgeholfen, Marco Fabián nach seiner langen Verletzungspause wieder aufzubauen. „Wir sprechen viel miteinander, ich bin für ihn da. Sein Selbstvertrauen ist zurück, nach den Toren, die er jetzt bei der Nationalmannschaft und bei uns geschossen hat.“

Ein Tor von Fabián täte der Eintracht auch am Mittwochabend gut. „Schalke spielt in dieser Saison konstant gut. Aber Liga und Pokal sind nicht zu vergleichen“, sagt David Abraham, der vom „Finale vor dem Finale“ spricht: „Wir wollen Geschichte schreiben. Ob das klappt, weiß ich nicht, aber ich kann versprechen, dass alle alles geben werden. Und wenn wir hinterher nicht feiern können, soll uns wenigstens keiner vorwerfen können, dass wir nicht alles gegeben hätten. “

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