E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Bad Homburg 30°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

SV Darmstadt 98: Lilien arbeiten an der Zukunft

Von Der Klassenerhalt der Südhessen in der Zweiten Bundesliga steht fest, doch im Kader gibt es noch zahlreiche Fragezeichen.
Außer Rand und Band: Die Spieler des SV Darmstadt 98 nach dem letzten Saisonspiel gegen Aue. Foto: Uwe Anspach (dpa) Außer Rand und Band: Die Spieler des SV Darmstadt 98 nach dem letzten Saisonspiel gegen Aue.
Darmstadt. 

Es ist ja nicht so, dass die Verantwortlichen des SV Darmstadt 98 in den vergangenen Wochen die Hände in den Schoß gelegt und abgewartet hätten, in welche Richtung der Weg des Fußball-Zweitligisten letztendlich führen würde. Im Gegenteil: Laut Vereinspräsident Rüdiger Fritsch wurden gleich zwei Konzepte erarbeitet, von denen das weniger geliebte nun, da seit Sonntag der Klassenerhalt der Lilien feststeht, „in die Tonne getreten“ wurde. Glücklicherweise, wie der Jurist betont. Denn nicht zuletzt mit Blick auf den auf 30 Millionen Euro veranschlagten Stadionumbau, der in der Sommerpause den Abriss der Gegengerade und damit die temporäre Reduzierung der Kapazität von 17 000 auf 11 000 Zuschauer nach sich zieht, wäre eine schnelle Rückkehr in die Dritte Liga problematisch gewesen. „Schlechte Zeiten“ seien zwar durchaus einkalkuliert in die Zukunftsplanungen, aber diese sollten laut Fritsch „am besten spät oder gar nicht“ eintreten.

Um dafür zu sorgen, werden die anstehenden Arbeiten so schnell wie möglich in Angriff genommen. Doch während die Bagger am Böllenfalltor bislang nur in Sachen Funktionsgebäude rollen, wurden einige der bis nach der Saison vertagten Vertragsgespräche schon geführt. Einen ersten Erfolg dabei vermeldeten die Südhessen am Dienstag: Der Kontrakt mit Mittelfeldspieler Yannick Stark wurde bis 30. Juni 2020 verlängert. „Er hat in dieser Spielzeit nachgewiesen, dass er ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft ist“, sagt Trainer Dirk Schuster über den gebürtigen Darmstädter, der nach seiner Rückkehr in die Heimat vor drei Jahren auch mal eine Saison lang an den FSV Frankfurt ausgeliehen war.

Während der Coach selbst sein Engagement bei den Lilien Anfang Mai für weitere zwei Jahre verlängert hatte und damit ein deutliches Zeichen dafür setzte, dass er schon an den Zweitligaverbleib glaubte, als viele noch daran zweifelten, stehen hinter zahlreichen Spielern Fragezeichen. Innenverteidiger Romain Brégerie hatte am Sonntag klargemacht, dass er gerne bleiben würde, aber noch mit seinen eigentlichen Arbeitgebern beim 1. FC Ingolstadt reden müsse. Über den ebenfalls ausgeliehenen Dong-Won Ji sagte Schuster, dass er ihn gerne halten würde. Derweil zählte Jan Rosenthal schon zuletzt nicht mehr zum Kader, Weltmeister Kevin Großkreutz wurde auf die Bank verbannt. Beide Verträge laufen allerdings noch ein Jahr, der von Peter Niemeyer, der nach vielen Verletzungsproblemen in dieser Saison nur viermal zum Einsatz kam, endet dagegen im Juni.

„Wir werden den Darmstädter Weg beibehalten und Spieler rekrutieren, die über Darmstadt nach oben oder aus einem Karriereloch herauskommen wollen“, sagt Fritsch auf die Frage nach Neuzugängen. Sein aktueller Trainer hat dabei meist ein glückliches Händchen bewiesen.

Zur Startseite Mehr aus Fußball

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen