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Löwen Frankfurt: 4:5 gegen die Füchse: Löwen geben Sieg aus der Hand

Von Die Löwen Frankfurt haben 4:5 nach Verlängerung gegen die Lausitzer Füchse verloren. Mangelnde Disziplin und zu strenge Strafen rauben den Löwen den sicher geglaubten Sieg.
Archivfoto: Pressehaus/Kessler Foto: pressehaus/kessler (bild pressehaus) Archivfoto: Pressehaus/Kessler
Frankfurt. 

Stolze 5434 Zuschauer kamen in die Eissporthalle, um den letzten diesjährigen Heimsieg der Löwen Frankfurt mitzuerleben. Und der DEL2-Zweite hat sie nicht enttäuscht. Dass es nicht zu drei Punkten gereicht hat, lag einmal mehr an der mangelnden Disziplin (20 Strafminuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Tim Schüle), aber auch ein wenig an einigen merkwürdigen Entscheidungen der Unparteiischen. Bis drei Minuten vor Schluss führte der DEL2-Zweite gegen die gut mithaltenden Lausitzer Füchse aus Weißwasser verdient mit 4:2, musste dann aber innerhalb von drei Minuten zweimal hintereinander mit zwei Mann weniger spielen und bekam am Ende nur einen Punkt für die 4:5 (1:0, 2:2, 1:2/0:1)-Niederlage nach Verlängerung. Am Samstag wollen die Frankfurter im letzten Spiel des Jahres mit einem Sieg in Bayreuth (16 Uhr) das verlorene Terrain wieder zurück erobern. 

Der Spielberichtsbogen war nach vielen Monaten erstmals wieder voll mit Namen der Löwen beschrieben. Im Tor stand zum zweiten Mal in der laufenden Saison der lange Zeit verletzte Brett Jaeger, der bereits viel sicherer als bei seiner missratenen Premiere vor einigen Wochen wirkte. Der zuletzt fast ausschließlich als erster Torwart eingesetzte Hannibal Weitzmann nahm als überzähliger Keeper Platz auf der Tribüne, der wieder genesene Clarke Breitkreuz bildete mit Stephan Seeger und Eric Valentine die vierte Sturmreihe.

Die erste gute Chance hatte in der 7. Minute der soeben von der Strafbank aufs Eis gekommene Vladislav Filin, doch Füchse-Torwart Maximilian Franzreb blieb Sieger. Die zuletzt spielerisch verbesserten, punktemäßig aber leer ausgegangenen Sachsen spielten aus einer verstärkten Defensive heraus, zeigten eine starke Leistung, doch der Respekt vor der besten Offensive der Liga war auch spürbar. 4,2 erzielten Treffer pro Spiel lautete der Durchschnitt der Löwen bis zu diesem Spiel,  diesmal hielten sie ihn.

Die Löwen halten aber noch eine Bestmarke: Die mit den Strafminuten. 20 im Schnitt werden gegen die Frankfurter ausgesprochen. Auf die könnten sie getrost verzichten. Tun sie aber nicht. Gegen die Ostsachsen kassierten die Gastgeber 30 (20 + 10 Disziplinarstrafe für Tim Schüle), was prompt mit fünf Gegentoren bestraft wurde.

Diesmal leisteten sich die Löwen den Luxus, nicht sofort einem Rückstand hinterher laufen zu müssen. Der Führungstreffer fiel im Eröffnungsdrittel, als niemand mehr damit rechnen konnte. Wade MacLeod fing in der gegnerischen Zone die Scheibe ab und beförderte den Puck dann mit etwas Glück flach hinter den Rücken von Franzreb. Nach dem Bully wurden nur noch sechs Sekunden gespielt, dann ertönte die Sirene. Gleich nach dem Wiederbeginn bot sich Brett Breitkreuz und CJ Stretch die Chance zum 2:0, es gelang ihnen aber nicht, den Puck an Franzreb vorbei zu schieben. Bis zur nächsten unnötigen Strafe blieben die Löwen überlegen, dann musste Jaeger sein ganzes Können aufbieten, um den Finnen Roope Ranta daran zu hindern, im Powerplay den Ausgleich zu erzielen. Sekunden später fiel er dann doch:  Artur Tegkaev traf aus vollem Lauf über der Fanghand des Keepers (26.). Damit nicht genug: Nur drei Minuten später wiederholte sich die Prozedur. Ein Frankfurter musste raus und Jeff Hayes erzielte fast von der gleichen Position wie zuvor Tegkaev die Führung für Weißwasser.

Und dann wurde es am Ratsweg lebhaft. Der junge Fuchs Maximilian Adam, der sonst in der DEL für die Eisbären Berlin verteidigt, beging die größte Untugend, die man auf dem Frankfurter Eis begehen kann: Er schnappte sich das von den Zuschauern aus Unmut auf die Eisfläche geworfene berühmte Gummihuhn und warf es achtlos auf die Auswechselbank. Nun musste sich der U20-Nationalspieler bei jeder der folgenden Eiszeiten aus mehr als 5000 Kehlen  das schon lange nicht ertönte "alle auf die Zehn, alle, alle auf die Zehn" anhören. Verstummt ist es erst zwischendurch, als die Löwen, ausnahmsweise kurz mit einem Mann mehr auf dem Eis, durch Publikumsliebling Nils Liesegang das 2:2 markierten (32.). Und auch das nächste Überzahlspiel führte zum Erfolg. In der 38. Minute machte Filin das 3:2 für das beste Powerplay-Team der Liga perfekt.

War das Tor dabei ausgehoben wurde und eine längere Reparatur benötigte, schickte der Referee daraufhin die Mannschaften 100 Sekunden früher in die Kabinen und ließ den Rest des zweiten Drittels erst nach der Rückkehr ablaufen. Das begann mit einer Offensive der Gastgeber. Die vorzeitige Entscheidung lag regelrecht in der Luft. Doch das 4:2 wollte und wollte nicht fallen. Bis Wade Mac Leod das 41. Powerplaytor der Löwen in der laufenden Saison gelang.

In der turbulenten Schlussphase wurde das Match durch dumme Strafen und einige merkwürdige Pfiffe der Schiedsrichter entschieden. In den letzten vier Minuten wurden vier Löwen auf die Strafbank geschickt. Weißwasser spielte bis zum Schluss und in der Verlängerung mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Und machte in dieser Zeit drei Treffer, die die Löwen den sicher geglaubten Sieg kosteten und den Lausitzer Füchsen einen unerwarteten Sieg bescherten.

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